Folgende Mitgliedsgemeinden/-städte haben die Abwasserbeseitigungsaufgabe auf den Wasserverband Norderdithmarschen übertragen:
Im Jahr 2001 machte die Schleswig-Holsteiner Landesregierung mit der Änderung des Landeswassergesetzes den Weg frei für diese Entwicklung. Nun ist es den Gemeinden möglich, die hoheitliche Aufgabe abzugeben. "Angesichts der umfangreichen technischen, organisatorischen, personellen und letztlich finanziellen Anforderungen, die stetig wachsen, sind viele Gemeinden kaumnoch in der Lage, die Abwasseraufgabe entsprechend der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen", weiß WVND-Geschäftsführer Günter Gertz zu berichten.

So ähnlich erklärt auch der Hohner Bürgermeister Bernd Müller seine Beweggründe für den Beitritt der Gemeinde im Januar 2008. "Die Abwasserentsorgung ist so komplex geworden, dass man sich ihr ganz und gar widmen muss oder sie aber abgibt. Besonders die vorgesteckten Richtlinien durch die Selbstüberwachungsverordnung sind von einem Einzelbetreiber nicht mehr einzuhalten." Er hielt einen Zusammenschluss für die beste Lösung und bedauert, dass sie es in seiner Region nicht zu einem eigenen Verband gebracht haben. "Das Kirchturmdenken bei manchen ist noch zu groß", spricht er aus seiner Erfahrung. Mit dem WVND habe er aber einen sehr gut aufgestellten Verband gefunden, der in Plänen und Kalkulationen überzeugen konnte. Denn als erfahrener Kaufmann ist der Hohner Bürgermeister überzeugt, dass der Abwasserbetrieb nur in großem Rahmen wirtschaftlich vertretbar ist. Angst, dass die Gemeinde bei einer Aufgabenübertragung ihr Mitspracherecht verliere, hat er nicht: "Wir können uns über die Verbandsversammlung voll einbringen."

Ähnlich hatte es als allererster Bürgermeister der Region auch Hans-Werner Urbrock gesehen. Seine Gemeinde Barkenholm war die erste, die die Abwasseraufgabe schon zum Oktober 2003 an den Wasserverband Norderdithmarschen
übertragen hatte. "Mit unseren beiden Abwassersystemen Freigefälle und Druckleitungen , die das Abwasser per 20 Pumpen zum Klärteich führen, haben wir einen hohen technischen Aufwand", sagt er. Wann immer es Störungen gab, mussten früher die Hersteller mit entsprechendem Zeitaufwand von weither anreisen, kein dauerhafter Zustand. "Seit wir im Verband sind, gehen Wartungen, Reparaturen und sämtliche Absprachen viel schneller", weiß er zu berichten und freut sich, dass der WVND den Erwartungen, die an ihn als jahrzehntelangen Partner in Sachen Trinkwasser gestellt wurden, voll gerecht wurde.
Als nahezu unschlagbares Argument erklärt er abschließend: "Wir als Gemeinde hätten den Abwasserpreis nicht halten können. Der Preis für die Kunden wäre sicher höher, wenn wir nicht beim WVND wären."

Durch den Wasserverband Norderdithmarschen werden zurzeit 6 technische Kläranlagen, 12 Klärteichanlagen, 321 Pumpstationen und 320 Km Abwasserleitungen DN 100 - DN 600 (Schmutz-, Misch- und Regenwasserkanäle sowie Druckleitungen) betrieben.
Der Verband regelt die technische Betreuung der Abwasseranlagen der Gemeinde Witzwort als amtsangehörige Gemeinde des Amtes Nordsee-Treene.
Für alle Mitgliedsgemeinden wird durch den WV Norderdithmarschen die Abrechnung der Abwassergebühren durchgeführt.
Copyrights 2009 Wasserverband Norderdithmarschen